Das Königreich Donnerbach

Land der Schwanenkönigin


Das donnerbacher Land wird von bewaldeten Gebirgsketten eingerahmt; das Tiefland ist von vielen Flüssen durchzogen, an deren Ufern Landwirtschaft und Viehzucht betrieben werden. Obwohl es einige größere Städte gibt, ist Donnerbach ein stark ländlich geprägtes Königreich. Straßen, Brücken und Fähren bilden ein dichtes Verkehrsnetz für den Handel, der nicht nur vom Adel, sondern auch von Händlergilden und Kaufmannschaften betrieben wird und als Haupthandelsgüter vor allem landwirtschaftliche Produkte und deren Veredelungen gegen Schmiedeerzeugnisse, Gewürze, Seefisch und Wein eintauschen. Die sogenannte „Brandtmark“ wurde im Bruderzwist so verheert, dass das Land als verwüstet und nicht mehr urbar gelten muss.

Das Königreich Donnerbach ging aus einem Erbfolgestreit hervor, der das Land in einen jahrelangen Bürgerkrieg stürzte. Unter Königin Lewinja von Donnerbach erblüht das von Zerstörung gezeichnete Land nun zu neuer Pracht und die Fürsten und Markverweser der königlichen Ländereien haben ihr den Treueeid geleistet. Der Adel vererbt seine Titel mit der Gnade der Königin an seine Nachkommen weiter. Der althergebrachte Glaube an die göttlichen Geschwister des Inneren Zirkels ist weit verbreitet, auch wenn in den letzten Jahren Fragen aufgeworfen wurden, die die Schöpfung betreffen.

Die einzige Magierakademie im Lande auf Burg Kaltenfels untersteht der strengen Aufsicht des Inneren Zirkels. Recht und Gesetz sind jedem Donnerbacher heilig und niemand mag es, wenn die Ordnung gestört wird. Zur Aufrechterhaltung der Ordnung im Lande werden auch Vögte aus dem Volk berufen. Die Adeligen bilden mit den Priestern des Inneren Zirkels und den berufenen Vögten zusammen die Obrigkeit. Nachdem sich Donnerbach vor allem nach Westen, zu den Ländern Ytras und dem "großen Feind" Mehir hin, abschottete und die Pässe streng bewachte, öffnen sich auch hier langsam wieder die Wege. In alle anderen Länder und insbesondere zum schedeljanischen Bruderland Auenhain im Süden unterhält das Königreich Donnerbach rege Handelsverbindungen und bemüht sich um friedliche Beziehungen. Noch immer stehen Schuldzahlungen an die Söldnerverbände aus anderen Ländern wie Llardrien aus. Die Zwerge haben vor langer Zeit dem Land den Rücken gekehrt und ihre Tunnel verschlossen, Elfen findet man nur sehr vereinzelt in Donnerbach. Dafür genießen Orks, wenn schon kein Ansehen, dann doch wenigstens Respekt als Söldner, Knechte oder sogar Händler. Insgesamt betrachtet man fremde Rassen in Donnerbach jedoch mit Argwohn.